Fahrradfahren mit Hund ausprobieren!

Fahrradfahren mit Hund als neuer Trend?

Hunde gelten als treue Begleiter und werden stets überall mit hingenommen. So ist es wenig verwunderlich, dass auch das Fahrradfahren mit Hund immer populärer wird. Fahrradfahren ist die entspannte, umweltfreundliche Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Wieso also nicht den Hund mitnehmen und ihm eine stressige Bahn- oder Busfahrt ersparen? Doch auch an ausgedehnteren Freizeitradtouren kann dein Hund Freude haben, solange genügend vorher trainiert wird. Fahrradfahren mit Hund stellt nicht nur eine willkommene Abwechslung zum regulären Gassi gehen dar, sondern hält sowohl Herrchen als auch Tier längerfristig fit.

Wohin die Fahrradtouren mit Hund gehen bzw. ob diese überhaupt möglich sind, hängt zum einen von der Hunderasse und dem individuellen Charakterzug des Hundes, aber auch vom gegenseitigen Vertrauen zwischen Besitzer und Hund ab. Offiziell dürfen Hunde im Straßenverkehr mitgeführt werden, wenn sie diesen nicht gefährden. Daher ist ein entsprechendes Training umso wichtiger bevor es das erste Mal beim Fahrradfahren mit Hund auf die Straße geht.

Was ist beim Fahrradfahren mit Hund zu beachten?

Grundsätzlich lässt sich das Fahrradfahren mit Hund gut trainieren, doch vorerst müssen ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt werden. Besonders wichtig ist, dass der Hund gesund ist. Es empfiehlt sich diesbezüglich einen Tierarzt zu konsultieren. Außerdem muss bedacht werden, dass mit dem Fahrrad auf grader Strecke schnell eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 bis 20km/h oder mehr erreicht wird, der längst nicht jeder Hund gewachsen ist. Generell sollte dein Hund mindestens ein Jahr alt sein und eine gewisse Mindestgröße haben, da kleinere Hunde aufgrund ihrer Beinlänge nicht mithalten können. Grundsätzlich sollte der Hund auch keinen zu ausgeprägten Jagdinstinkt aufweisen oder zumindest so gut erzogen sein, dass trotzdem Befehle problemlos befolgt werden. Dies ist besonders im Straßenverkehr wichtig, da unkontrolliertes Reißen schnell zu einer Gefahrensituation führen kann.

Hunde sind genau wie Menschen charakterlich sehr unterschiedlich. Daher kann es beispielsweise sein, dass ein Hund, obwohl er theoretisch bestens für das Fahrradfahren geeignet ist, jedes Mal durchdreht, sobald er ein Fahrrad sieht. Hier ist eine langsame Gewöhnung in entspannter Atmosphäre besonders wichtig, damit das Rad wie das Auto als normaler Transportgegenstand akzeptiert angesehen wird. In jedem Fall ist es ratsam die Meinung eines Hundetrainers hinzuzuziehen.

Das passende Zubehör für das Fahrradfahren mit Hund

Theoretisch sind zum Fahrradfahren mit Hund sämtliche Fahrräder geeignet. Entsprechend der Herangehensweise, gibt es jedoch verschiedenes Zubehör. Um mit deinem Hund Fahrrad zu fahren, kannst du Leinen in diversen Längen verwenden. Zur besseren Kontrolle sollte dem Hund ein Brustgeschirr angelegt werden. Für den Straßenverkehr eignen sich kurze Leinen. Diese können entweder in die Hand genommen oder sich mit einem speziellen Bauchgurt umgeschnallt werden. Letzteres hat den Vorteil, dass beide Hände am Lenkrad bleiben. Achte außerdem darauf, dass dein Hund immer auf der straßenabgewandten Seite läuft. Hierfür ist es sinnvoll mit deinem Hund das Laufen auf beiden Seiten des Fahrrads und einen Seitenwechsel auf Kommando zu trainieren. Generell sollte der Hund auch in ungewohnten Situationen aufs Wort gehorchen.

Neben normalen Leinen können auch sogenannte „Springer“ bzw. Abstandhalter genutzt werden. Diese werden am Rahmen deines Bikes befestigt und sorgen dafür, dass dein Hund nicht in die Räder läuft. Ein großer Vorteil ist, dass du dich frei bewegen und auf die Umgebung konzentrieren kannst. Generell ist beim Fahrradfahren mit Hund auch ein Fahrradcomputer zu empfehlen, da du mit diesem dein Tempo und die Kilometeranzahl im Blick hast und somit deinen Hund nicht überforderst. Falls du deinen Hund mit dem Elektrorad mitnehmen möchtest, solltest du nur mit niedrigen Unterstützungsstufen fahren um nicht unbewusst zu schnell zu werden. Auch wenn dein Hund beispielsweise zu klein oder zu alt ist, um neben dem Fahrrad herzulaufen, ist es trotzdem möglich diesen mitzunehmen. Kleinere Hunde können in geeigneten Körben am Lenker transportiert werden, während Größere in Fahrradanhängen mitfahren können. In jedem Fall muss sichergestellt werden, dass der Hund sich wohlfühlt und nicht herausspringt. Bei längeren Touren sollte abgewägt werden, ob die Fahrt eventuell mehr Stress als Spaß für den Hund bedeutet.

Vorgehensweise beim Fahrradfahren mit Hund

Wenn ein Hund die entsprechenden Kriterien erfüllt und das nötige Vertrauen zwischen Mensch und Hund herrscht, kann mit dem Trainieren begonnen werden. Bei der Eingewöhnung wird sich langsam an Kurzstrecken fernab des Straßenverkehrs herangetastet. Unmittelbar vor der Tour sollte der Hund nichts gegessen haben. Während der Biketour sollten genügen Trinkpausen eingelegt und der Hund auf mögliche Fremdkörper in den Pfoten untersucht werden. Hinterher ist eine entsprechende Kontrolle auf eventuelle Verletzungen und Zecken sinnvoll.

Generell sind für das Fahrradfahren mit Hund Waldstrecken bestens geeignet. Hier kann der Hund gegebenenfalls auch freigelassen werden. Bedenke, dass Hunde ihre Körpertemperatur nur durch Hecheln regulieren können. Daher solltest du dein Tempo immer anpassen und nicht an zu warmen Tagen mit dem Bike losziehen. Außerdem haben Hunde sehr empfindliche Ballen, weshalb heißer Asphalt im Sommer gemieden werden sollte.

Wenn das Fahrradfahren mit Hund zur Routine geworden ist, ist es der perfekte Ausgleich für beide Seiten. Damit die Biketouren nicht langweilig werden, solltest du immer darauf achten, dass sowohl du als auch dein Hund Spaß an der gewählten Strecke habt. Bei richtigem Training ist das Fahrradfahren mit Hund zweifelsohne eine Bereicherung. In jedem Fall wünschen wir von LinkRadQuadrat dir viel Freude bei der nächsten Tour!

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