Tipps für ein verkehrssicheres Fahrrad

Gesetzliche Vorgaben für ein verkehrssicheres Fahrrad

Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein birgt viele Vorteile. Neben der umweltfreundlichen Fortbewegung profitieren Radfahrer vor allem durch die gesundheitlichen Vorteile. Frische Luft, Bewegung und die Natur am Wochenende genießen sind nur einige weitere Freuden die man auf dem Rad erlebt. Leider gehören Fahrradfahrer neben Fußgängern zur schwächsten Gruppe der Verkehrsteilnehmer. So kommt es immer wieder dazu, dass Fahrradfahrer übersehen und von einem Pkw erfasst werden können. Um schwere Fahrradunfälle zu verhindern und das eigene Fahrvergnügen nicht zu schmälern, ist es deshalb besonders wichtig, ein verkehrssicheres Fahrrad zu besitzen. Über welche Komponenten das eigene Fahrrad genau verfügen muss, um verkehrssicher zu sein, schreibt die Straßenverkehrszulassungsverordnung (StVZO) vor. Die StVZO gibt hierbei genaue Vorgaben, welche Teile genau verbaut sein müssen, um für den Straßenverkehr zugelassen zu werden.

Die Mindestanforderungen, die von der StVZO vorgegeben werden lauten dabei wie folgt:

  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen. Eine für das Hinter- und eine für das Vorderrad. Für Kinder sollte wenn möglich eine Handbremse für das Vorderrad und Rücktrittbremse vorhanden sein.
  • Eine helltönende Klingel. Fahrradhupen aus dem Handel reichen hierbei nicht aus.
  • Insgesamt vier gelbe Reflektoren, die an den Speichen befestigt sind (Katzenaugen) oder weiße reflektierende Speichen am Rad bzw. in den Speichen.
  • Ein weißer Reflektor vorne und ein roter Reflektor hinten. Diese dürfen in den Lampen integriert sein.
  • Rutschfeste Fahrrad-Pedale mit je einem Reflektor pro Pedal. Die Pedale müssen hierbei fest verschraubt sein.
  • Ein Licht vorne und ein rotes Rücklicht.

Licht und Reflektoren spielen hierbei eine besonders wichtige Rolle. Bei Nacht sowie bei Unwetter ist es wichtig, von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden. Seit 2013 sind auch batteriebetriebene Fahrradlampen für ein verkehrssicheres Fahrrad zulässig. Vorteil hierbei ist, dass Lampen mit Batterie nicht allzu störanfällig sind wie Fahrräder mit klassischen Nebendynamos. Als Alternative setzen sich seit Kurzem Nabendynamos durch. Nabendynamos ersetzen die konventionelle Nabe des Fahrrads und sorgen somit für weniger witterungsbedingte Störungen. Kurioserweise sind Fahrradsattel und Lenker nicht vorgeschrieben. Somit ist es durchaus möglich, ohne Sattel im Stehen zu fahren.

Zusätzliches Zubehör für ein verkehrssicheres Fahrrad

Für zusätzliche Sicherheit können weitere Teile an das Fahrrad angebracht werden. Diese sind zwar nicht vorgeschrieben, können jedoch unglückliche Unfälle vermeiden und das Fahrvergnügen zusätzlich sichern. Empfehlenswert ist ein geeigneter Kettenschutz, der das verheddern von Kleidung und somit Stürze verhindert. Ferner sorgt ein Schutzblech am Vorder- und Hinterrad dafür, dass Schmutz, Schlamm und andere Fremdkörper nicht die Räder blockieren. Wer öfters nachts unterwegs ist, wird ebenfalls von einem Standlicht profitieren. Abgerundet wird die gesamte Ausstattung durch Gepäckträger und Fahrradschloss. Wer nicht gerade einen passenden Rucksack nutzt, hängt seine Tragetaschen nach dem Einkauf gerne einmal an seinen Fahrradlenker. Ein Gepäckträger schafft hierbei Hilfe und verhindert während des Fahrens die Balance zu verlieren. Ein sicheres Fahrradschloss ist besonders wichtig, um sich vor Diebstahl zu schützen. Eine regelmäßige Pflege des Fahrrads verhindert den Verlust der Verkehrssicherheit, denn hoher Verschleiß und unzureichend geölte Fahrradketten können im Ernstfall das Unfallrisiko erhöhen. Bei Schäden sollten diese ebenfalls schnellstmöglich repariert werden. Dies kann entweder selbst mit passendem Werkzeug oder von einer Fahrradwerkstatt durchgeführt werden.

Vorgaben bei der Nutzung eines Anhängers

Wer gerne seinen Hund auf die Fahrradtour mitnehmen will oder einfach nur Sachen transportieren möchte, dem wird ein passender Anhänger sicherlich helfen. Hierbei müssen jedoch einige Dinge beachtet werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. So darf die maximale Traglast nicht mehr als 80 kg bei gebremsten Fahrrädern überschreiten. Auch die Größe des Anhängers ist begrenzt.

Hierbei gilt:

  • Maximal ein Meter breit
  • Nicht höher als 1,4 Meter
  • Maximale Länge von 2 Metern. Beim Transport von Sportgeräten sind 4 Meter zulässig

Des weitern gilt zu beachten, dass der Fahrradanhänger über ausreichende Beleuchtung verfügt. Dafür sollten am Hinterteil des Anhängers eine rote Schlussleuchte sowie zwei rote Rückstrahler angebracht sein. Übertrifft der Anhänger eine Größe von 0,8 Metern, muss zusätzlich an der linken Vorderseite des Anhängers eine weiße Leuchte angebracht sein.

Ausnaheregelungen beim Nutzen von Rennrädern

Beim Fahren eines Rennrads gibt es bestimmte Ausnahmen bezüglich der Verkehrssicherheit. Bei einem maximalen Gewicht von 11 kg muss hierbei die Fahrradbeleuchtung nicht festmontiert sein. Es reicht somit vollkommen aus bei Bedarf ein Vorder- und Rücklicht zu montieren, die auch voneinander getrennt sein dürfen. Zu beachten ist jedoch, dass die Leuchten immer mitgeführt werden müssen. Werden diese Kriterien beachtet, so gilt auch das Rennrad als verkehrssicher und der täglichen Spritztour steht nichts mehr im Wege.

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